Die meisten New Yorker betrachten den Hudson River bestenfalls als Kulisse und schlimmstenfalls als riesige Pfütze, die man meiden sollte. Aber wenn du dir jemals das trübe Wasser angesehen und dich gefragt hast , ob da drin überhaupt etwas Essbares schwimmt , hat sich die Antwort gerade zum ersten Mal seit den 1970er Jahren geändert.
Das Gesundheitsministerium des Staates New York hat gerade eine bahnbrechende Aktualisierung seiner landesweiten Angelrichtlinien veröffentlicht: Nach jahrzehntelangen Warnungen zum „Fangen und Freilassen“ stehen bestimmte Fische aus dem Hudson River nun offiziell wieder auf dem Speiseplan.
Warum die Änderung?
Es dreht sich alles um PCBs (polychlorierte Biphenyle).
Seit über 50 Jahren machten diese giftigen Chemikalien – Überbleibsel industrieller Einleitungen – Fische aus dem Hudson River zu einem gesundheitlichen No-Go. Jüngste Analysen zeigen jedoch, dass die PCB-Werte endlich so weit gesunken sind, dass die Vorschriften gelockert werden können.
Auch wenn es kein „Freifahrtschein“ ist, bedeuten die neuen Richtlinien, dass zum ersten Mal seit einem halben Jahrhundert alle Familienmitglieder (einschließlich Kinder und Schwangere) bestimmte Fischarten, die im Lower Hudson gefangen wurden, bedenkenlos verzehren können .
Die neuen Regeln: Wer darf was essen?
Die aktualisierten Empfehlungen gelten für den Lower Hudson River– denAbschnitt von der Rip-Van-Winkle-Brücke in Catskill bis hinunter zur Battery in NYC.
Die gefährdete Bevölkerungsgruppe (Kinder unter 15 Jahren und Frauen im gebärfähigen Alter)
- Das Update: Man darf jetzt bis zu einer 8-Unzen-Portion pro Monat essen
- Unbedenkliche Arten: Streifenbarsch, Braunkopf-Döbel und Gelb-/Weißbarsch
Die allgemeine Bevölkerung
- Die Neuigkeit: Man darf jetzt bis zu vier 8-Unzen-Portionen pro Monat essen
- Unbedenkliche Arten: Streifenbarsch und andere gängige Arten
⚠️ Die „Weiterhin verboten“-Liste: Unabhängig davon, wer du bist, empfiehlt das Gesundheitsministerium, dass niemand Karpfen oder Schwarzbarsch aus dem Unteren Hudson isst, da dort weiterhin hohe PCB-Werte bestehen.
Was ist mit dem Rest des Flusses?
Wenn du weiter nördlich angelst, sei vorsichtig. Die Regeln ändern sich je nach deinen GPS-Koordinaten:
- Oberer Hudson (Hudson Falls bis Troy): Die strenge Vorschrift „Keine Fische fangen, keine Fische essen“ bleibt weiterhin in vollem Umfang in Kraft
- Mid-Hudson (Troy bis Catskill): Die Schadstoffwerte haben sich nicht verändert; halte dich an die aktuellen lokalen Empfehlungen
So bereitest du deinen Fang zu (die „50-Prozent-Regel“)
Auch trotz der gelockerten Vorschriften rät das Gesundheitsministerium nicht dazu, einfach einen ganzen Fisch auf den Grill zu werfen. Da sich PCBs im Fett ansammeln, kommt es darauf an , wie du ihn zubereitest:
- Entfette den Fisch: Schneide vor dem Kochen die Haut und alles sichtbare Fett ab
- Lass es abtropfen: Grille, brate oder backe den Fisch auf einem Rost, damit das Fett abtropfen kann. Dieser einfache Schritt reduziert die PCB-Belastung um etwa 50 %
- Die Krabbenregel: Wenn du Krabben aus dem Hudson River fängst, entsorge das „Senf“ (Tomalley) und die Kochflüssigkeit, da sich dort die Chemikalien konzentrieren
Die Realität
Während Staatsbeamte dies als Meilenstein für New Yorks Erholung feiern, mahnen Umweltgruppen wie Riverkeeper zur Vorsicht.
Sie erinnern die New Yorker daran, dass der Fluss zwar „sauberer“ ist, aber immer noch ein Superfund-Standort des Bundes ist .
Fazit
Auch wenn die aktualisierten Richtlinien grünes Licht für den Verzehr bestimmter Fische aus dem Hudson geben, seien wir ehrlich – die meisten New Yorker werden ihren Kühlschrank wohl kaum mit Flussfängen füllen.
Wir haben zwar einen langen Weg zurückgelegt, aber vielleicht doch nicht so weit. Nenn es Fortschritt … aber vielleicht kein Menüplan – soähnlich wie diese verrückten Ideen, irgendwann mal im Gowanus-Kanal zu schwimmen. Technisch möglich? Vielleicht. Wird es tatsächlich passieren? Frag nicht uns.