Mehr als ein Jahrhundert nach ihrer Eröffnung wird die wichtigste Eisenbahnverbindung zwischen New Jersey und New York City endlich komplett ersetzt.
Seit dieser Woche sind die Teams in der letzten Phase des Portal North Bridge Cutover, einem anspruchsvollen Ingenieursprojekt, bei dem der Schienenverkehr von der alten Drehbrücke aus dem Jahr 1910 auf eine glänzende, moderne Ersatzbrücke verlegt wird.
Seit Mitte Februar wurden mehr als 40.000 Arbeitsstunden in diesen Umbau gesteckt, wobei die Teams rund um die Uhr daran gearbeitet haben, die erste von zwei neuen Gleisanlagen an den verkehrsreichsten Eisenbahnkorridor des Landes, den Northeast Corridor zwischen Newark und New York Penn Station, anzuschließen.

Warum Pendler (endlich) feiern
Wenn du schon mal erlebt hast, dass dein morgendlicher Weg zur Arbeit durch eine Brücke aus den frühen 1900er Jahren ruiniert wurde, die nicht richtig schließen wollte, weißt du, warum das wichtig ist.
Die alte Portal Bridge, eine 115 Jahre alte, niedrige Drehbrücke über den Hackensack River, musste für den Schiffsverkehr geöffnet werden – und blieb bekanntlich stecken oder ließ sich nicht wieder verriegeln, sodass die Züge anhalten mussten und es zu massiven Verspätungen für die Fahrgäste von Amtrak und NJ Transit kam.
Die neue Portal North Bridge löst dieses Problem mit:
- Eine Konstruktion mit fester Spannweite: Mit einer Höhe von etwa 15 Metern über dem Wasser ist sie hoch genug, dass die meisten Boote darunter hindurchfahren können, ohne dass die Brücke jemals geöffnet werden muss.
- Höhere Geschwindigkeiten: Züge, die früher auf der alten Brücke langsamer fahren mussten, können jetzt mit bis zu 90 mph fahren, was sowohl die Fahrzeiten als auch die Kapazität verbessert.
- Absolute Zuverlässigkeit: Durch den Wegfall der beweglichen Teile und die Erhöhung der Durchfahrtshöhe beseitigt das Projekt eine der größten Ursachen für Verspätungen zwischen Newark und Penn Station.
Amtrak hat diese Umstellung als die erste in der Geschichte des Northeast Corridor bezeichnet, bei der eine so große Brücke in Betrieb genommen wurde, während der Zugverkehr weiterlief, was zeigt, wie heikel – und wichtig – dieser Moment ist.
Was ist für den Rest des Jahres 2026 zu erwarten?
Durch die aktuelle „Portal Cutover”-Umstellung wurden Tausende von Pendlern nach Hoboken umgeleitet oder mussten mit reduzierten Taktfrequenzen zur Penn Station rechnen, da NJ Transit vorübergehend den Fahrplan gekürzt hat, um Platz für die Bauarbeiten zu schaffen.
Das Ende der Arbeiten ist jedoch nur noch wenige Tage entfernt.
Nach offiziellen Angaben von NJ Transit soll das erste Gleis voraussichtlich am 15 . oder 16. März 2026 in Betrieb genommen werden, sodass kurz darauf wieder der reguläre Fahrplan aufgenommen werden kann.
„Die Brücke wird am 16. planmäßig wieder in Betrieb genommen“, sagte Jason Abrams, ein Sprecher von Amtrak, am Montagmorgen gegenüber NJ.com.
Aber die Arbeit ist noch nicht fertig.

Eine zweite Umstellungsphase ist schon für Herbst 2026 geplant, wenn die Crews das verbleibende Gleis auf die neue Brücke verlegen werden, was bedeutet, dass sich die Fahrgäste später in diesem Jahr auf eine weitere Runde mit eingeschränktem Betrieb und Umleitungen einstellen sollten.
Sobald beide neuen Gleise in Betrieb sind, wird das 116 Jahre alte Relikt endgültig stillgelegt, sodass die Bauunternehmer die alte Brücke abbauen und das Projekt vollständig abschließen können.
All dies schafft auch die Voraussetzungen für das noch größere Gateway-Programm, das den neuen Hudson-River-Tunnel und die Sanierung der bestehenden North-River-Tunnel umfasst, die zusammen dazu dienen sollen, den gesamten Engpass zwischen Newark und New York in den nächsten zehn Jahren zu beseitigen.
Die Zukunft des Pendlerverkehrs in NYC sieht offiziell rosig aus – um genau zu sein, etwa 15 Meter höher!