Hoffentlich haben die New Yorker noch etwas Kleingeld übrig – vor allem zehn Cent -, denn ab Sonntag, dem 4. Januar, steigen die U-Bahn- und Bustarife offiziell auf 3 Dollar. Die Erhöhung kommt gerade rechtzeitig für den Montagspendelverkehr und läutet das neue Jahr mit einer Welle von Verkehrsänderungen in der ganzen Region ein.
Sicher, es sind „nur“ zehn Cent, aber für Millionen von Fahrgästen, die jede Woche ein- und aussteigen, summiert sich dieser zusätzliche Cent schnell und trifft die Brieftasche auf einmal. Und es sind nicht nur die Preise, die steigen, sondern auch die Häufigkeit, mit der sie sich ändern. Dies ist die zweite Fahrpreiserhöhung in den letzten zwei Jahren, nachdem die Preise 2023 von 2,75 auf 2,90 Dollar angehoben wurden, nachdem das System mehr als ein Jahrzehnt ohne jegliche Preiserhöhung auskam.
Die Fahrpreiserhöhung geht einher mit einer umfassenderen Um stellung des Systems. Die Fahrgäste werden ab sofort in den Bussen Fahrpreiserhöhungen nach europäischem Vorbild erleben, bei der LIRR und der Metro-North wird die Fahrscheinausstellung überarbeitet, und eine Handvoll anderer Anpassungen zielen auf die Modernisierung des Netzes ab. Für die täglichen Pendler ist dies eine spürbare Umstellung, die bereits in der ganzen Stadt für Gesprächsstoff sorgt.
Auch die Art und Weise, wie die Fahrgäste den 3-Dollar-Tarif bezahlen, hat sich geändert. An diesem Wochenende wurde die geliebte MetroCard in den Ruhestand versetzt, was bei langjährigen New Yorkern viel Nostalgie auslöste. Von informellen Beerdigungen bis hin zu aufrichtigen Ehrungen in allen Stadtbezirken zeigte der Abschied der Magnetstreifenkarte, wie tief sie in der Kultur der Stadt verwurzelt war, selbst wenn das Bezahlen mit der Karte zur neuen Norm wird.
