Am Freitag, den 19. Dezember 2025, wurde eine bahnbrechende neue Maßnahme in Kraft gesetzt, die sich gegen das süchtig machende Design von Plattformen wie Instagram und TikTok richtet. Im Rahmen des Gesetzes „Stop Addictive Feeds Exploitation (SAFE) for Kids Act“ müssen die Social-Media-Giganten bald verpflichtende Warnhinweise für alle Nutzer unter 18 Jahren anzeigen.
Dieser Schritt folgt einem massiven Vorstoß der Behörden, um die „fast ständige“ Nutzung sozialer Medien unter Jugendlichen zu bekämpfen, wobei ein direkter Zusammenhang zwischen algorithmischen Feeds und der Krise der psychischen Gesundheit von Jugendlichen hergestellt wird.
Wie die Warnhinweise funktionieren werden
Es handelt sich nicht nur um einen im Kleingedruckten versteckten Haftungsausschluss in den Nutzungsbedingungen der Plattformen. New York macht es unmöglich, diese Warnungen zu ignorieren. Nach dem neuen Gesetz müssen Plattformen, die Autoplay, unendliches Scrollen, Like-Zählungen oder Push-Benachrichtigungen verwenden, Folgendes umsetzen:
- Die Erstanmeldung: ein 10-sekündiges Warn-Pop-up, sobald ein Minderjähriger die App öffnet
- Die 3-Stunden-Marke: eine 30-sekündige Warnung nach drei Stunden kumulativer Nutzung
- Die stündliche Erinnerung: eine wiederkehrende Warnung jede Stunde nach dem ersten Drei-Stunden-Fenster
Gouverneur Hochul unterzeichnete das Gesetz am 26. Dezember 2025 mit den Worten:
Die Sicherheit der New Yorker Bürger hat für mich seit meinem Amtsantritt oberste Priorität, und dazu gehört auch der Schutz unserer Kinder vor den potenziellen Schäden von Social-Media-Funktionen, die zu einer exzessiven Nutzung anregen… Bei der Menge an Informationen, die online geteilt werden können, ist es unerlässlich, dass wir der psychischen Gesundheit Priorität einräumen und die notwendigen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass sich die Menschen aller potenziellen Risiken bewusst sind.

Warum jetzt? Die Wissenschaft hinter dem Gesetz
Die Gesetzgebung ist stark von US Surgeon General Vivek H. Murthy inspiriert, der am 17. Juni 2024 Warnhinweise auf Social-Media-Plattformen forderte, da diese Plattformen für junge Nutzer „erhebliche psychische Schäden“ verursachen.
Forschungen haben ergeben, dass Jugendliche, die mehr als drei Stunden am Tag online sind, ein doppelt so hohes Risiko haben, an Angstzuständen und Depressionen zu erkranken – eine erschreckende Zahl, wenn man bedenkt, dass die durchschnittliche tägliche Nutzungsdauer bei Kindern im Jahr 2023 bei 4,8 Stunden liegt .
Der Staatssenator Andrew Gounardes, der den Gesetzentwurf im Senat federführend unterstützt, erklärte:
Warnhinweise auf sozialen Medien ermöglichen es den Nutzern, fundierte Entscheidungen über ihre eigene Gesundheit zu treffen. Die Forschung ist eindeutig: Social-Media-Unternehmen richten bei uns – und unseren Kindern – verheerenden Schaden für die geistige Gesundheit an. Als Big Tobacco Tausende von Amerikanern tötete, griffen wir mit intelligenten, durchdachten Vorschriften ein, um Leben zu retten. Es ist an der Zeit, das Gleiche mit Big Tech zu tun.

Durchsetzung und Sanktionen
Die Generalstaatsanwaltschaft des Staates New York wird über diese neue Maßnahme wachen. Wenn eine Plattform dabei erwischt wird, diese Warnungen zu verbergen oder nicht auszulösen, drohen ihr zivilrechtliche Strafen von bis zu 5.000 Dollar pro Vorfall.
Wann werden wir die Warnungen zu sehen bekommen?
Das Gesetz ist zwar in Kraft, aber die Umsetzung steht noch aus, da der Generalstaatsanwalt noch keine Regeln für die Durchsetzung festgelegt hat. Daher wurde noch kein Starttermin festgelegt.
📱Schlussfolgerungen:
- Wer ist betroffen: alle Nutzer sozialer Medien in New York unter 18 Jahren
- Auslösungspunkte: Erstes Pop-up (10 Sekunden), dann nach 3 Stunden (30 Sekunden), dann jede Stunde
- Inhalt: Warnungen über Risiken für die psychische Gesundheit, Probleme mit dem Körperbild, Ängste, Depressionen und das Suchtpotenzial von Feeds
- Durchsetzung: NY’s AG wird dies mit Geldstrafen von bis zu 5.000 Dollar pro Verstoß durchsetzen
- Zweck: Inspiriert von den Empfehlungen des Surgeon General, um die sich entwickelnden Gehirne vor süchtig machenden Algorithmen zu schützen