Wenn der Kauf eines Eigenheims in New York auf Ihrem Wunschzettel steht, könnte er leider sehr lange dort bleiben. In einem neuen Bericht der Kundenbewertungs- und Nachrichtenplattform ConsumerAffairs wurde untersucht, wie lange der typische Haushalt in jedem Bundesstaat braucht, um für ein Haus zu sparen, und New York landete unter den schlechtesten in der Nation.
Den Daten zufolge rangiert New York auf Platz 4 in den USA, wenn es darum geht, wie lange es dauert, für ein Haus zu sparen, wodurch sich der Traum vom Eigenheim für viele New Yorker besonders unerreichbar anfühlt.
New Yorker könnten mehr als 23 Jahre damit verbringen, für eine 10%ige Anzahlung zu sparen
ConsumerAffairs hat errechnet, wie lange ein „typischer“ Haushalt in jedem Bundesstaat brauchen würde, um eine 10%ige Anzahlung auf ein Haus des mittleren Preisniveaus anzusparen, indem er das so genannte „fraktionierte Sparen“ anwendet. Das bedeutet, dass man 10 % des verbleibenden Einkommens nach Abzug von Steuern und lebensnotwendigen Ausgaben wie Lebensmitteln, Verkehrsmitteln und Gesundheitsfürsorge beiseite legt.
In New York ergibt diese Rechnung einen ziemlich brutalen Zeitplan:
- Mittleres Haushaltseinkommen (NY) – etwa 85.000 $
- Geschätztes verbleibendes Einkommen nach Steuern + lebensnotwendigen Ausgaben – etwa 24.800 $ pro Jahr
- Bruchteilige Ersparnis – etwa 2.480 $ pro Jahr
- Durchschnittlicher Verkaufspreis eines Hauses in NY – etwa $573.000
- Typische 10%ige Anzahlung – etwa $57.300

Bei diesem Tempo würde ein typischer New Yorker Haushalt etwa 23 Jahre brauchen, um eine Anzahlung von 10 % anzusparen. Das sind mehr als zwei Jahrzehnte Sparen, bevor man überhaupt zu den Abschlusskosten, den Umzugskosten oder der harten Realität einer monatlichen Hypothekenzahlung kommt.
Und vergessen Sie nicht, dass dies für eine Anzahlung von 10 % gilt –nicht für die traditionelle Zahl von 20 %, mit der viele Käufer aufgewachsen sind. ConsumerAffairs hat sich für 10 % entschieden, weil diese Zahl näher an dem liegt, was viele Erstkäufer tatsächlich tun.
Angesichts der astronomischen Preise und des ständigen Anstiegs der Lebenshaltungskosten ist eine Anzahlung von 20 % für viele potenzielle Käufer unrealistisch geworden, vor allem in teuren Bundesstaaten wie New York. Viele Menschen leisten jetzt eher eine Anzahlung von 6-10 %.
Der Mittlere Westen eilt voran, während New York stagniert
Ein Grund für die schlechte Platzierung New Yorks ist die Tatsache, dass der Weg zum Wohneigentum in anderen Bundesstaaten viel schneller ist. ConsumerAffairs fand das heraus:
- Iowa ist der Staat, in dem man am schnellsten für ein Haus sparen kann: Es dauert nur 8,7 Jahre, bis man eine Anzahlung von 10 % geleistet hat.
- Ohio liegt mit 9,9 Jahren an der Spitze, gefolgt von Texas, Maryland und North Dakota.
- Jeder einzelne Staat des Mittleren Westens rangiert unter den Top 20 der schnellsten Orte zum Sparen, und keiner von ihnen benötigt mehr als 13 Jahre zum Sparen
New York hingegen gehört zu den 10 Schlusslichtern, zusammen mit Kalifornien, Montana, Hawaii, Wyoming, Rhode Island, Massachusetts, Oregon, Maine und Colorado – Staaten, in denen hohe Immobilienpreise und hohe Lebenshaltungskosten die Spardauer weit über den nationalen Durchschnittswert von 13 Jahren und 7 Monaten hinaus verlängern.
Mit anderen Worten: Der „typische“ New Yorker, der versucht, ein Haus zu kaufen, läuft einen Marathon.

Warum es in New York so schwer ist, für ein Haus zu sparen
Die ConsumerAffairs-Analyse macht eines deutlich: Die Hauspreise sind der Hauptbösewicht.
Ja, die Einkommen in New York sind höher als in vielen anderen Bundesstaaten, aber die Immobilienpreise sind auf einem ganz anderen Niveau. Der Durchschnittspreis für ein Haus im Datensatz – etwa 573.000 Dollar – bedeutet, dass selbst eine kleinere Anzahlung von 10 % mehr als 57.000 Dollar beträgt.
Diese Herausforderung ist besonders in und um New York City präsent, wo:
- Die Preise in vielen New Yorker Stadtvierteln klettern regelmäßig in den hohen sechs- oder siebenstelligen Bereich.
- Mieter geben oft schon einen großen Teil ihres Einkommens für das Wohnen aus, so dass weniger Raum zum Sparen bleibt
- Alltägliche Kosten – von Lebensmitteln über den Nahverkehr bis hin zur Kinderbetreuung – zehren das wenige Einkommen auf, das noch übrig ist.
Nach Abzug der Steuern und lebensnotwendigen Ausgaben bleibt dem typischen New Yorker Haushalt nicht mehr viel Spielraum. Selbst 10 % des verbleibenden Einkommens zu sparen, wird zu einem schwierigen Unterfangen, vor allem, wenn Miete, Nebenkosten und Lebensmittel immer teurer werden.

New York ist ein schwieriger Ort zum Kaufen – aber kein unmöglicher Ort
Das Ranking von ConsumerAffairs bestätigt, was die meisten New Yorker irgendwie schon wussten: New York ist einer der schwierigsten Orte in Amerika, um für ein Haus zu sparen, mit einer Zeitspanne, die sich über mehrere Jahrzehnte erstrecken kann.
Dennoch bedeutet die Abkehr von der starren 20 %-Anzahlungsregel hin zu flexibleren, realistischeren Erwartungen, dass der Erwerb eines Eigenheims in New York nicht völlig vom Tisch ist.
Man braucht nur Geduld, Kompromisse… und mehr als nur ein paar Jahre, in denen man auf eine zusätzliche Runde Cocktails auf dem Dach verzichten muss.
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