Die „Stadt, die niemals schläft“ ist offiziell dabei, zur „Stadt, die niemals zu schnell fährt“ zu werden – zumindest für Wiederholungstäter.
Seit Jahren wird darüber geredet, dass New York Geschwindigkeitsbegrenzer in Autos einbauen könnte.
Das klang verrückt. So etwas würde doch sicher nie wirklich passieren, oder?
Nun… vielleicht wird es jetzt doch so kommen. Und es ist nicht mehr nur auf Fahrzeuge im Besitz der Stadt beschränkt.
Anfang 2026 hat der Staat den Vorschlag nicht mehr nur „in Erwägung gezogen”, sondern ihn möglicherweise bis zum Stichtag am 1. April verabschiedet, was eine der aggressivsten Verkehrssicherheitskampagnen des Staates seit Jahrzehnten darstellt.
Hier ist ein detaillierter Einblick in die Realität vor Ort, wie New York seinen Autofahrern buchstäblich einen Riegel vorschiebt.
Das „Super Speeder”-Mandat steht kurz bevor
Der wichtigste Teil dieser Initiative ist der Gesetzentwurf „Stop Super Speeders” von Gouverneurin Kathy Hochul, der in ihrer Rede zur Lage des Staates im Januar 2026 im Mittelpunkt stand.
Dies ist keine Warnung oder Empfehlung, sondern wird nun zu einer mechanischen Maßnahme.
- Die Technik: Sie heißt Intelligent Speed Assistance (ISA) und ist so was wie eine Art Tempomat auf Steroiden. Es ist ein GPS-gesteuertes Gerät, das genau weiß, wie hoch die Geschwindigkeitsbegrenzung auf der Straße ist, auf der du gerade fährst.
- Die Grenze: Wenn das Gerät eingebaut ist, lässt dein Auto dich physisch nicht mehr als 5 mph über die angegebene Geschwindigkeitsbegrenzung fahren.
- Das Ziel: Du bekommst das nicht wegen eines einzigen schlechten Tages auf der BQE. Laut dem Gesetzentwurf S4045 des Senats des Bundesstaates New York ist es für „Vielfahrer” gedacht:
- Fahrer mit mehr als 11 Punkten auf ihrem Führerschein innerhalb von 24 Monaten.
- Fahrzeuge, die in einem Jahr mehr als 6 Strafzettel wegen Geschwindigkeitsüberschreitungen oder Rotlichtverstößen bekommen haben.
Wenn du das Gerät anschaffen musst, musst du auch dafür bezahlen. Die Kosten für Installation und Wartung gehen komplett auf die Kappe des Fahrers.
Ja, auch für Privatfahrzeuge.
Die DMV hat gerade ein „heimliches” Update veröffentlicht
Während die meiste Aufmerksamkeit auf die physischen Geräte selbst gerichtet ist, hat die New Yorker DMV letzten Monat still und leise eine Verschärfung des Punktesystems beschlossen, die jeden einzelnen Inhaber eines New Yorker Führerscheins betrifft.
Der Spielraum für Fehler ist jetzt viel kleiner geworden.
Ab dem 16. Februar 2026 hat New York den Rückblickzeitraum für Führerscheine von 18 auf 24 Monate verlängert – das heißt, Punkte bleiben jetzt länger bestehen.
Gleichzeitig sind einige häufige Verstöße plötzlich viel teurer geworden, was die Punkte angeht:
- Geringfügige Geschwindigkeitsüberschreitung: 4 Punkte (statt bisher 3)
- Geschwindigkeitsüberschreitung in Baustellenbereichen: 8 Punkte
- Überholen eines haltenden Schulbusses: 8 Punkte (vorher 5)
- Trunkenheit am Steuer / Fahren unter Alkoholeinfluss: 11 Punkte und automatischer Führerscheinentzug
Wenn man alles zusammenrechnet, könnten jetzt schon drei leichte Geschwindigkeitsüberschreitungen in zwei Jahren reichen, um eine Sperre auszulösen – und dich möglicherweise auf die Liste für ein Geschwindigkeitsbegrenzungsgerät zu bringen.
Die „Geisterflotte” von NYC ist schon da
Wenn du denkst, dass diese Technologie nur ein Wunschtraum ist, schau dir mal die weißen Stadtdienst-Lkw an, die in deiner Straße stehen.
Laut aktuellen Berichten von Hoodline baut die Stadt ihre „Geschwindigkeitsdiät” drastisch aus.
Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt, bei dem die Testfahrzeuge in 99 % der Fälle die Geschwindigkeitsbegrenzung einhielten, will das Department of Citywide Administrative Services (DCAS) jetzt in den nächsten Jahren 7.500 städtische Fahrzeuge mit diesen elektronischen „Geschwindigkeitsbegrenzern” ausstatten.
Die Technologie umfasst sogar einen 15-Sekunden-„Override”-Knopf für Notfälle, aber freu dich nicht zu früh – Daten der Stadt zeigen, dass die Zahl der Vollbremsungen während des Versuchs um 36 % zurückgegangen ist, was beweist, dass das System effektiv zu einer „ruhigeren” Fahrweise führt.
Die Stadt hat ihre eigene Flotte als ultimativen Beweis für die Wirksamkeit des Konzepts genutzt, und jetzt warten wir darauf, ob der Gesetzgeber das Gesetz vor Ablauf der Frist am 1. April verabschiedet.
