New York City denkt sich ständig neue Wege aus, um von A nach B zu kommen, aber es kommt nicht jeden Tag vor, dass wir eine völlig neue Bahnlinie bekommen.
Und jetzt bekommen wir einen genaueren Einblick, wie eines der größten anstehenden Nahverkehrsprojekte der Stadt tatsächlich aussehen könnte. Neue Visualisierungen des lang erwarteten Interborough Express, kurz IBX, wurden gerade veröffentlicht und geben den New Yorkern einen ersten Einblick in die eleganten neuen Bahnhöfe, die bald Brooklyn und Queens verbinden könnten.
Das 5,5-Milliarden-Dollar-Projekt würde eine bestehende Bahnstrecke in eine größtenteils oberirdische Stadtbahnlinie mit 18 neuen Stationen und 17 U-Bahn-Linien entlang der Strecke verwandeln und so eine brandneue, bezirksübergreifende Möglichkeit schaffen, sich in der Stadt fortzubewegen, ohne zuerst durch Manhattan fahren zu müssen.
Und auch wenn es noch Jahre dauern wird, bis der IBX Realität wird, machen es diese neuen Bilder ein bisschen leichter, sich vorzustellen, wie dieser futuristische neue Teil des New Yorker Nahverkehrssystems irgendwann aussehen könnte.

Hier ist alles, was wir über den IBX wissen, einschließlich der neuen Haltestellen-Visualisierungen, der geplanten Strecke und wann die New Yorker endlich damit fahren könnten.
Was die neuen IBX-Bahnhofsentwürfe verraten
Die neuesten Entwürfe legen großen Wert auf die Architektur der Bahnhöfe und heben dabei insbesondere eine Hochbahnstation an der New Utrecht Avenue in Borough Park hervor. Zu den wichtigsten visuellen und baulichen Merkmalen, die für alle 18 geplanten Bahnhöfe vorgesehen sind, gehören:
- Barrierefreiheit: Die Bahnhöfe verfügen über mehrere Aufzüge mit geräumiger Kabine und offen gestaltete Bahnsteige, um einen stufenlosen Zugang im gesamten Netz zu gewährleisten.
- Modernes Bahnhofsdesign: Langlebige, pflegeleichte Bodenfliesen, erweiterte transparente Sicherheitsbarrieren, verbesserte LED-Deckenbeleuchtung und breite Fahrkartenschranken, die für Mobilitätshilfen und Kinderwagen ausgelegt sind.
- Modernisierte Fahrgasttechnik: Digitale Ankunftsanzeigen der nächsten Generation, kontrastreiche visuelle Wegweiser und optimierte Tonqualität für Durchsagen auf der gesamten Strecke.

Streckenübersicht und Fahrzeiten
Da der IBX auf einer bestehenden Güterbahnstrecke verkehrt, ermöglicht er den Fahrgästen, Manhattan bei Fahrten zwischen den Außenbezirken komplett zu umgehen.
- Endstationen: Brooklyn Army Terminal (Sunset Park / Bay Ridge) bis Roosevelt Avenue (Jackson Heights, Queens).
- Gesamtfahrzeit: 32 Minuten.
- U-Bahn-Anbindungen: Direkte oder angrenzende Umstiege zu 17 verschiedenen U-Bahn-Linien (Züge der Linien A, C, E, N, Q, R, 2, 3, 5, 7, B, D, F, M, J, Z und L) sowie zur Long Island Rail Road (LIRR).
- Voraussichtliche Auswirkungen: Es wird erwartet, dass täglich bis zu 160.000 Fahrgäste in Stadtteilen mit schlechtem Nahverkehrsanbindung wie East Flatbush, Canarsie und Maspeth bedient werden.

Verbesserungen der Barrierefreiheit der U-Bahn entlang der Strecke
Um eine vollständige Barrierefreiheit entlang des gesamten IBX-Korridors zu gewährleisten, rüstet die MTA bestehende angrenzende U-Bahn-Stationen so auf, dass sie modernen Barrierefreiheitsstandards entsprechen:
- Junius Street / Livonia Avenue: Umsteigemöglichkeiten zu den Linien L und 3.
- Broadway Junction: Wichtiger Knotenpunkt, an dem die Linien A, C, J, Z und L zusammenlaufen.
- Avenue I: Anbindung an die Linie F.
- Wilson Avenue: Anschluss an die L-Bahn.

Finanzierung, Zeitplan und nächste Schritte
Auch wenn der IBX voraussichtlich erst in den 2030er Jahren den regulären Betrieb aufnehmen wird, stehen bereits wichtige Meilensteine unmittelbar bevor:
- Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP): Ein Entwurf der UVP für das Projekt soll im Herbst erscheinen und damit den Startschuss für offizielle öffentliche Anhörungen und Informationsveranstaltungen geben, bei denen die Bevölkerung Feedback geben kann.
- Finanzierung: Etwa die Hälfte der benötigten 5,5 Milliarden Dollar ist im aktuellen Investitionsplan der MTA vorgesehen; zur Fertigstellung des Baus sind zusätzliche Bundeszuschüsse und künftige Investitionszuweisungen erforderlich.