Pferdekutschen sind seit über 150 Jahren ein fester Bestandteil des Central Park, und es scheint, dass diese Tradition fortgesetzt wird.
Anfang dieses Jahres flammtedie langjährige Debatte über die Kutschen wieder auf, nachdem im Sommer ein Pferd in der Nähe seiner Stallungen zusammengebrochen und gestorben war. Daraufhin forderte die Central Park Conservancy zum ersten Mal öffentlich ein Verbot und begründete dies mit Bedenken hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit und der Beschädigung der Parkinfrastruktur.
Am Freitag, den 14. November, verhindertedie Abstimmung des Ausschusses schließlich , dass Ryder’s Law in den gesamten Stadtrat eingebracht wurde.
Dieses Ergebnis wurde von der Transportarbeitergewerkschaft, die die Kutschenarbeiter vertritt, begrüßt, zog jedoch scharfe Kritik von Tierschützern und dem scheidenden Bürgermeister Eric Adamsnach sich.
Der Gesundheitsausschuss des Stadtrats stimmte mit 1:4 Stimmen gegen den Gesetzentwurf, der 2022 nach dem Zusammenbruch und der anschließenden Euthanasie eines Pferdes namens Ryder eingebracht worden war.
Bürgermeister Eric Adams erklärte auf X:
Unsere historische Durchführungsverordnung wurde von Befürwortern, gewählten Vertretern und jedem Bürgermeisterkandidaten gelobt. Es ist eine Schande, dass der Stadtrat sich wieder einmal geweigert hat, dem Willen unserer Bürger zu folgen, während er gleichzeitig Fußgänger, Autofahrer und Tiere gleichermaßen gefährdet.
Im Jahr 2022 ergab eine vom Animal Legal Defense Fund in Auftrag gegebene Umfrage, dass 71 % der Wähler von New York City ein Verbot von Pferdekutschen im Central Park befürworten und dies mit dem Tierschutz begründen.
Im Gegensatz dazu ergab eine von der Transport Workers Union in Auftrag gegebene Umfrage, dass 60 % der regelmäßigen Besucher des Central Park ein Verbot ablehnen und der Meinung sind, dass die Kutschentradition erhalten bleiben sollte.
Nach der Entscheidung des Ausschusses hat sich Bürgermeister Adams weiter für eine Reform eingesetzt. Im September 2025 unterzeichnete er die Executive Order 56, mit der die städtischen Behörden angewiesen wurden, die Aufsicht über das Kutschengewerbe zu verstärken und die von Pferden gezogenen Kutschen durch langsam fahrende, vollelektrische und emissionsfreie „pferdelose Kutschen“ zu ersetzen.
Die Kutschen sind seit dem späten 19. Jahrhundert Teil des Central Parks und wurden später zu einer beliebten Touristenattraktion. Im Laufe der Zeit wuchsen jedoch die Bedenken hinsichtlich des Wohlergehens der Pferde, der öffentlichen Sicherheit und der Beschädigung der Parkinfrastruktur. Die Tradition hat zu anhaltenden Debatten darüber geführt, ob sie fortgesetzt oder zugunsten moderner Alternativen abgeschafft werden sollte.
Bis auf Weiteres werden im Central Park weiterhin Pferdekutschen verkehren, und die Debatte über ihre Zukunft bleibt ungelöst.