Die Skyline von New York City ist berühmt für ihre hoch aufragenden Luxus-Penthäuser, aber was passiert, wenn diese millionenschweren Wohnungen den größten Teil des Jahres leer stehen?
Gouverneurin Kathy Hochul hat gerade einen wichtigen Vorschlag angekündigt, der genau darauf abzielt.
Der Staat plant die Einführung einer „Pied-à-terre“-Steuer auf luxuriöse Zweitwohnungen in NYC im Wert von 5 Millionen Dollar oder mehr.
Das Ziel? Der Stadt ordentliche Einnahmen zu verschaffen, ohne die normalen New Yorker zu belasten.
Hier erfährst du, was dieser Vorschlag tatsächlich für die Stadt bedeutet und wen er betrifft.
Was ist die „Pied-à-terre“-Steuer?
Im Grunde ist eine Pied-à-terre-Steuer ein jährlicher Aufschlag auf Wohnimmobilien in New York City, die nicht als Hauptwohnsitz genutzt werden.
Nach Hochuls neuem Vorschlag würde diese Steuer ausschließlich für Luxusimmobilien im Wert von 5 Millionen Dollar und mehr gelten.
Das bedeutet, dass die superreichen Personen, die diese luxuriösen Zweitwohnungen besitzen, aber nicht ganzjährig in der Stadt leben oder dort Einkommenssteuern zahlen, einen Beitrag zur Finanzierung wichtiger städtischer Dienstleistungen leisten müssten.
Und laut einer Mitteilung des Bürgermeisteramtes unterstützen tatsächlich überwältigende 93 % der New Yorker diese Maßnahme.
- Betrifft sie insbesondere Ein- bis Dreifamilienhäuser, Eigentumswohnungen und Genossenschaftswohnungen.
- Die Steuer gilt nur für Immobilien im Wert von 5 Millionen Dollar oder mehr.
- Betrifft sie Wohnungen, die nicht der Hauptwohnsitz des Eigentümers sind.
- Sie gilt nicht, wenn die Immobilie an einen Hauptwohnsitzinhaber vermietet oder von der Familie des Eigentümers bewohnt wird.
Warum passiert das gerade jetzt?
New York City hat derzeit mit einem erheblichen Haushaltsdefizit zu kämpfen, und Bürgermeister Zohran Mamdani sowie Gouverneurin Hochul suchen nach Wegen, den Haushalt auszugleichen.
Der Vorschlag soll NYC schätzungsweise satte 500 Millionen Dollar pro Jahr an wiederkehrenden Einnahmen einbringen.
Dazu gehören Einnahmen aus einigen der teuersten Wohnimmobilien des ganzen Landes, wie dem 238-Millionen-Dollar-Penthouse des Milliardärs Ken Griffith in Midtown und dem 20,5-Millionen-Dollar-Haus des russischen Autohändlers Alexander Varshavsky, das komplett bar bezahlt wurde.
Dieses Geld würde zur Finanzierung wichtiger städtischer Dienstleistungen wie Polizei, Parks, U-Bahnen und Schulen verwendet werden.
Gouverneurin Hochul hat ihre Haltung in einer aktuellen Pressemitteilung klar gemacht und erklärt: „Wenn du dir eine Zweitwohnung für 5 Millionen Dollar leisten kannst, die den größten Teil des Jahres leer steht, kannst du es dir auch leisten, deinen Beitrag zu leisten wie jeder andere New Yorker.“

Was bedeutet das für die normalen New Yorker?
Die kurze Antwort: nicht viel, direkt gesehen.
Der Vorschlag ist speziell darauf ausgelegt, die Geldbörsen der normalen, arbeitenden New Yorker zu schonen.
Stattdessen soll sichergestellt werden, dass Nicht-Einwohner mit ultra-luxuriösen Zweitwohnungen ihren gerechten Anteil zahlen, um die Stadt zu erhalten, die sie als Teilzeit-Spielwiese nutzen.
Lokale Politiker in allen Stadtbezirken haben ihre Unterstützung für den Vorschlag bekundet.
Brad Hoylman-Sigal, der Bezirkspräsident von Manhattan, wies darauf hin, dass die Superreichen aus aller Welt oft Immobilien in Manhattan nutzen, um ihr Vermögen dort zu parken, während sie gleichzeitig von der Sicherheit und den Dienstleistungen der Stadt profitieren.
Der Bezirkspräsident von Brooklyn, Antonio Reynoso, schloss sich dieser Meinung an und fügte hinzu: „New York City ist kein Spielplatz für die Superreichen.“
Ob dieser Vorschlag Realität wird, bleibt abzuwarten, aber er ist definitiv ein guter Gesprächsaufhänger für Themen wie Wohlstand, Wohnraum und die Zukunft des Budgets von NYC.