Egal, ob Sie ein gutes Stück Geschichte lieben oder sich das Verrückte und Makabre nicht entgehen lassen können, sollten Sie sich nach Newark, New Jersey, begeben – nicht um einen Flug zu nehmen, sondern um einen versteckten Tunnel zu erkunden, der als Katakomben für die St. Joseph’s Church diente, auch bekannt als St. Joseph Immaculate Heart of Mary Church in der 114 Prospect Street.
Katakomben sind unterirdische Friedhöfe, die vor allem im Römischen Reich genutzt wurden. Im Lateinischen bedeutet das Wort so viel wie „neben dem Steinbruch“. Die berühmtesten Katakomben befinden sich in Städten wie Paris oder Rom.
In Rom wurden die Katakomben von den frühen Christen angelegt, die es im Gegensatz zu vielen Heiden, die die Feuerbestattung praktizierten, vorzogen, ihre Toten zu begraben. Aufgrund des begrenzten Grundstücks und des Verbots von Bestattungen innerhalb der Stadtmauern legten die Christen unterirdische Grabstätten in den Katakomben außerhalb der Stadt an. In Paris führten ein überfüllter Friedhof und eine Krise der öffentlichen Gesundheit dazu, dass die Leichen in den ehemaligen Steinbrüchen von Tombe-Issoire unterirdisch bestattet wurden.

Die Katakomben in New Jersey haben zwar nicht ganz so viel historische Bedeutung, folgen aber einer ziemlich skurrilen Geschichte. Laut RoadsideAmerica.com reiste Pater Mateo Amoros nach Montreal und sah die dortigen Katakomben, bevor er beschloss, dass seine Kirche sie auch brauchte.
Im Jahr 1937 eröffnete er seine Katakomben. Der Staat New Jersey war jedoch nicht begeistert davon, die Toten unter einem öffentlichen Gebäude zu begraben, und so beschloss Pater Amoros, seine Katakomben stattdessen mit Wachsrepliken berühmter Figuren der St. Joseph’s Church zu füllen. Zu den Wachsfiguren gehörten der Heilige Genaro, die Heilige Ines und die Heilige Cecelia.
Die meisten Quellen, die über die Katakomben in New Jersey berichten, vergleichen den Raum eher mit einem seltsamen Kirchenkeller als mit den europäischen Katakomben. Den Quellen zufolge ist der Eingang zu den Katakomben an einem Schild mit der Aufschrift „Catacumbas“ über einer unscheinbaren roten Tür zu erkennen.

Laut Far & Wide ist der Zugang zu den Katakomben für die Öffentlichkeit begrenzt, kann aber durch einen Besuch in der Kirche arrangiert werden.
NYC hat sogar seine eigenen versteckten Katakomben, die man bei Kerzenschein unter der Basilika St. Patrick’s Old Cathedral erkunden kann – und ja, sie sind nur mit einer Eintrittskarte zugänglich. Holen Sie sich Ihre noch heute!