Die Ostküste hat vielleicht die besten Städte (nein, wir sind überhaupt nicht voreingenommen!), aber ab und zu ist ein Tapetenwechsel willkommen. Die gute Nachricht? Du musst keinen sechsstündigen Flug nach Kalifornien nehmen, um ein bisschen von der Magie der Westküste zu genießen .
Versteckt in Brooklyn bietet Sunset Park eine überraschend ähnliche Atmosphäre. Hier führen steile, von Bäumen gesäumte Straßen an Reihen lebhafter historischer Häuser vorbei bergab und eröffnen einen der atemberaubendsten Ausblicke aus der Höhe in ganz New York City.
Auch wenn es hier keine Cable Cars oder die Golden Gate Bridge gibt, fängt Sunset Park mit seinem dramatischen Gelände, der farbenfrohen Architektur und den postkartenreifen Ausblicken denselben Küsten- und Hügelcharme ein – und das alles zum Preis einer U-Bahn-Fahrt. Es ist der lebende Beweis dafür, dass sich einer der besten Sommerausflugsorte von NYC direkt vor unserer Nase versteckt hat.

Was du vor deinem Besuch wissen solltest
Der gleichnamige Park des Viertels, der auf einem der höchsten natürlichen Punkte Brooklyns thront, ist das zentrale Juwel. Wenn man auf seinem grasbewachsenen Hang sitzt, fühlt es sich an, als stünde man auf einem riesigen Balkon mit Blick über die gesamte Region.
- Die Aussicht: Der Park bietet ein unverbautes 360-Grad-Panorama, das sich über die Skyline von Lower Manhattan, den New Yorker Hafen, die Freiheitsstatue, Governors Island und an klaren Tagen sogar bis zu den Hügeln von New Jersey erstreckt.
- Beste Zeit für einen Besuch: Wie der Name schon sagt, ist der späte Nachmittag bis in die „Golden Hour“ hinein pure Magie. Lokale Musiker spielen oft Akustik-Sets, während die Sonne hinter dem Horizont versinkt und die Skyline von Manhattan in Rosa- und Goldtönen erstrahlen lässt.
- Atmosphäre: Im Gegensatz zu überfüllten Orten wie dem Brooklyn Bridge Park herrscht im Sunset Park eine sehr lokale, entspannte Atmosphäre, in der sich die Nachbarn zu Picknicks am Nachmittag, spontanen Fußballspielen und zum gemütlichen Sonnenuntergangstreffen versammeln.

Die Geschichte hinter Brooklyns höchstem Gipfel
Lange bevor es zu einer pulsierenden, modernen Enklave wurde, spielte dieses höher gelegene Gelände eine entscheidende Rolle in der amerikanischen Geschichte. Während des Unabhängigkeitskrieges im Jahr 1776 diente der Ort als strategischer Höhenpunkt während der Schlacht von Brooklyn (der Schlacht von Long Island).
Als Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts Arbeiterfamilien aus der Industrie in das Gebiet zogen, erwarb die Stadt zwischen 1891 und 1896 das Grundstück, um den Park anzulegen. Die Architekten entwarfen ihn speziell so, dass die natürliche Topografie genutzt und die steilen Hänge erhalten blieben.

Die umliegenden Wohnstraßen sind zusammen mit dem Park gewachsen und von klassischen Brownstones, Reihenhäusern aus Kalkstein und Holzrahmenhäusern gesäumt, die hauptsächlich zwischen den 1890er- und 1920er-Jahren erbaut wurden.
Heute ist ein Großteil des historischen Wohnviertels als denkmalgeschütztes Gebiet erhalten und hat seinen architektonischen Charme bemerkenswert gut bewahrt.