In New York in Rente zu gehen, war schon immer ein bisschen was Besonderes.
Die Bagels, die Kultur, das Gesundheitswesen, die Energie – es ist schwer vorstellbar, seine goldenen Jahre woanders zu verbringen, wenn man nicht in eine nahe gelegene Ruhestandsstadt flüchtet.
Aber laut einer neuen Finanzanalyse hat dieser Traum einen sehr realen Preis, und der ist nicht gerade gering.
Eine aktuelle Studie der Finanzwebsite GOBankingRates zeigt, wie viel Geld Amerikaner in jedem US-Bundesstaat brauchen, um mit 65 Jahren komfortabel in Rente zu gehen.
Für New York? Die Zahl liegt bei insgesamt 1.383.392 Dollar an Ersparnissen für den Ruhestand – nur um die grundlegenden Lebenshaltungskosten für etwa 25 Jahre zu decken.
Damit gehört New York zu den teureren Bundesstaaten für den Ruhestand, liegt aber immer noch unter extremen Ausreißern wie Hawaii und Massachusetts.
Und ja, die Gründe dafür werden wahrscheinlich niemanden überraschen, der hier schon mal Miete, Grundsteuern oder Stromrechnungen bezahlt hat.

Warum der Ruhestand in New York so viel kostet
Laut der Studie liegen die durchschnittlichen jährlichen Lebenshaltungskosten für Rentner in New York bei etwa 77.773 US-Dollar.
Selbst wenn man die durchschnittlichen Sozialversicherungsleistungen mit einrechnet, müssen Rentner immer noch etwa 55.336 Dollar pro Jahr aus ihren Ersparnissen bezahlen.
Drei Hauptfaktoren treiben diese Zahl in die Höhe:
Wohnen ist der größte Kostenfaktor
Selbst Rentner, die ihre Hypothek abbezahlt haben, müssen oft mit einigen der höchsten Grundsteuern des Landes rechnen – vor allem in den Vororten und Teilen von NYC. Auch die Gebühren für Eigentumswohnungen und die Instandhaltung von Genossenschaftswohnungen machen das Ganze nicht besser.
Die Steuerlast in New York ist kein Spaß
New York hat regelmäßig die höchste Gesamtsteuerbelastung in den USA, was die Auszahlungen aus 401(k)- und IRA-Konten schneller als erwartet auffressen kann.
Alltagsgegenstände sind hier teurer
Lebensmittel, Versorgungsleistungen, Transport und Gesundheitsversorgung liegen alle deutlich über dem nationalen Durchschnitt. Wenn der Lebenshaltungskostenindex von New York 126,6 erreicht, bedeutet das, dass es dort etwa 26 % teurer ist als im US-Durchschnitt.
Wie Experten zu dieser Zahl kommen
GOBankingRates hat seine Schätzungen auf Daten des US-amerikanischen Bureau of Labor Statistics gestützt und dabei speziell die Ausgaben von Rentnern betrachtet.
Davon wurden die durchschnittlichen Sozialversicherungszahlungen abgezogen und angenommen, dass Rentner jährlich etwa 4 % ihrer Ersparnisse abheben – eine gängige Faustregel in der Altersvorsorge.
Wichtig zu wissen: Diese Zahlen sind nur Mindestwerte. Sie beinhalten keine teuren Extras wie häufige Reisen, Essen gehen oder unerwartete Gesundheitskosten. Auch Inflation, Marktvolatilität und Langzeitpflege sind nicht vollständig berücksichtigt.
Die „25x-Regel” relativiert die Dinge
Finanzplaner empfehlen oft die „25-fache Regel”: Man nehme seine erwarteten jährlichen Ausgaben und multipliziere sie mit 25, um sein Altersvorsorgevermögen zu schätzen.
In New York, wo die jährlichen Ausgaben für ein Paar leicht 100.000 Dollar erreichen oder sogar übersteigen können, rückt diese Regel das Ziel näher an 2,5 Millionen Dollar, vor allem für diejenigen, die ihren Lebensstil in der Stadt beibehalten möchten.
Wie New York im Vergleich zu anderen Bundesstaaten abschneidet
Zum Vergleich: Rentner in Oklahoma brauchen etwa 735.284 Dollar, fast die Hälfte des Bedarfs in New York. Staaten wie Mississippi und Arkansas liegen ebenfalls unter 810.000 Dollar, was vor allem auf niedrigere Wohn- und Steuerkosten zurückzuführen ist.
Unterdessen treiben Bundesstaaten mit extrem hohen Immobilienpreisen – wie Hawaii (2,19 Millionen Dollar) und Massachusetts (1,75 Millionen Dollar)– die Ersparnisse für den Ruhestand noch weiter in die Höhe als die ohnehin schon hohen Zahlen in New York.
Der Silberstreif am Horizont einer Pensionierung in New York
Trotz der hohen Kosten bietet New York Rentnern einige echte Vorteile.
Der Staat verfügt über ein erstklassiges Gesundheitssystem, ein umfangreiches Angebot an Dienstleistungen für Senioren, öffentliche Verkehrsmittel, die die Abhängigkeit vom Auto verringern, und ein endloses kulturelles Angebot– von Museen über den Broadway bis hin zu Parks am Wasser.
Mit anderen Worten: Der Ruhestand in New York ist nicht billig – aber für viele lohnt es sich trotzdem.
Stell einfach sicher, dass dein Sparplan genau weiß, worauf er sich einlässt.