London ist berühmt für seine belebten Straßen wie die Oxford Street. Aber es wird auch für seine verträumten Mews-Straßen und historischen Gassen geliebt. Diese ruhigen Straßen erinnern uns an eine Zeit, als Pferde und Kutschen die Stadt beherrschten.
Zwar gibt es in NYC jede Menge eigene Kopfsteinpflasterstraßen, doch es gibt einen Ort, an dem man sich fühlt, als wäre man direkt über den großen Teich geflogen. Willkommen am Pomander Walk, einem märchenhaften versteckten Juwel, das seinen historischen Charme seit über einem Jahrhundert bewahrt hat.
Ein bezauberndes Mikro-Viertel, das sich direkt vor aller Augen verbirgt
Der Pomander Walk ist eigentlich mehr als nur eine einzelne Straße. Es ist ein wunderschön erhaltenes kleines Viertel, versteckt auf der Upper West Side.
Obwohl es 1921 erbaut wurde, bist du vielleicht schon direkt daran vorbeigelaufen, ohne zu wissen, dass es existiert. Die gesamte Enklave verbirgt sich hinter einem verschlossenen schwarzen Tor an der 95th Street, auf halbem Weg zwischen Broadway und West End Avenue.
Wenn du das Glück hast, durch die Tore eingeladen zu werden, offenbart sich dir nach einem kurzen Aufstieg über eine Treppe New Yorks unerwartetste Seitenstraße. Der schmale Innenhof ist von 27 Gebäuden im Tudor-Stil gesäumt. Ihre verspielten Designs wechseln zwischen Stuck, Backstein und klassischen Fachwerkfassaden.
Der Komplex wurde nach „Pomander Walk“ benannt, einer romantischen Komödie des englischen Dramatikers Louis Napoleon Parker, die 1910 in New York uraufgeführt wurde. Das Stück spielte in einem imaginären, altmodischen Halbmondviertel in der Nähe von London, und diese New Yorker Straße fängt genau diese märchenhafte Atmosphäre perfekt ein.
Die einzigartige Entstehungsgeschichte des Pomander Walk

Im Jahr 1921 kaufte ein irischer Einwanderer und Nachtclub-Impresario namens Thomas J. Healy einen riesigen Teil des Blocks. Sein oberstes Ziel war es, auf dem Gelände ein großes Hotel zu errichten.
Als Healy nicht sofort die Finanzierung für sein Grand Hotel sichern konnte, beauftragte er das New Yorker Architekturbüro King and Campbell mit dem Bau einer provisorischen „Siedlung“. Dieses Tudor-Dorf sollte lediglich vorübergehend für Liquidität sorgen, bis die Häuser für sein Hotel abgerissen werden konnten.
Zum Glück für die heutigen New Yorker starb Healy 1927, bevor seine Hotelvision Wirklichkeit werden konnte, sodass der Pomander Walk unberührt blieb. Ursprünglich beherbergte jedes Gebäude des Komplexes drei Wohnungen, wobei sich pro Etage jeweils eine Wohnung befand.
Im Laufe der Jahre zog die ruhige Straße eine ganze Reihe namhafter ehemaliger Bewohner an, darunter Paulette Goddard, Rosalind Russell, Nancy Carroll und Michael Sorkin.
Wie dieses Tudor-Dorf gerettet wurde
In den 1970er Jahren war der Pomander Walk unglaublich heruntergekommen. Es bestand die große Gefahr, dass das Grundstück von Bauträgern aufgekauft und endgültig abgerissen würde.
Glücklicherweise haben sich die Anwohner zusammengetan, um die Sanierung zu verhindern. Sie haben die geliebte Straße 1982 erfolgreich gerettet, als sie offiziell zum New Yorker Wahrzeichen erklärt und in das National Register of Historic Places aufgenommen wurde.
In ihrem offiziellen Bericht hat die Landmarks Preservation Commission den Geist der Straße perfekt eingefangen und festgehalten, dass sie „eine prototypisch ‚amerikanische‘ Geschichte ist, die pragmatischen Unternehmergeist mit unverhohlener Romantik verbindet“. Im Jahr 2009 schlossen die Eigentümer sogar eine umfangreiche, vierjährige Fassadensanierung ab, um architektonische Details wiederherzustellen, die seit Jahrzehnten verloren gegangen waren.
Was ist heute aus dem Pomander Walk geworden?

Heute bildet diese private, umzäunte Wohnanlage einen krassen, atemberaubenden Kontrast zu den umliegenden Wolkenkratzern von Manhattan.
Die Gebäude wurden wunderschön gepflegt. Jedes Tudor-Haus verfügt über üppige, blühende Gärten und farbenfrohe Blumenkästen, die zur magischen Atmosphäre beitragen. Während die 27 dreistöckigen Gebäude ausschließlich zu Wohnzwecken genutzt werden, wurden viele inzwischen zu Einfamilien-Reihenhäusern umgebaut.
Vier der Gebäude liegen an der West 94th Street, weitere sieben an der West 95th Street (darunter eines an der West End Avenue). Der eigentliche „Walk“ besteht aus zwei Reihen mit jeweils acht Gebäuden, die sich über den schmalen Innenhof hinweg gegenüberstehen und direkt durch die Mitte des Blocks verlaufen.
Wichtiger Hinweis: Der Pomander Walk ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Er ist nur für Anwohner zugänglich, und Besuche sind ausschließlich auf Einladung möglich.
Wenn du das nächste Mal durch das Viertel schlenderst, lohnt es sich auf jeden Fall, an den Toren an der 94. und 95. Straße vorbeizugehen. Schon ein kurzer Blick durch die Eisenstangen versetzt dich sofort in die Vergangenheit!
📍 Upper West Side, zwischen Broadway und West End Avenue (Eingänge an der W 94th und W 95th Street).