Wenn du täglich mit dem Midtown Direct oder einer reibungslosen Fahrt zur Penn Station unterwegs bist, solltest du deine Pläne für Februar und März überdenken. NJ Transit führt gerade eine umfangreiche Umstellung auf die neue Portal North Bridge durch, was zu einem einmonatigen Chaos führt, das den Verkehr nach Manhattan für fast alle Bahnlinien im Bundesstaat stark beeinträchtigt.
Die Verantwortlichen von NJ Transit machen dir nichts vor: Wenn du die Möglichkeit hast, von zu Hause aus zu arbeiten, solltest du das tun.
🚆 Warum das Chaos? Die 116 Jahre alte „Drehbrücke” wird endlich stillgelegt
Die Ursache für die unvermeidlichen Verspätungen ist die Portal Bridge, eine 116 Jahre alte Drehbrücke über den Hackensack River, die seit langem die Achillesferse des Northeast Corridor ist. Wenn sie sich verklemmt (was oft vorkommt), kommt das gesamte Eisenbahnnetz der Ostküste zum Erliegen.
Amtrak verlegt den Betrieb endlich auf die brandneue Portal North Bridge, eine feste Brücke mit einer Höhe von 15 Metern, sodass Boote darunter hindurchfahren können, ohne dass die Züge anhalten müssen.
Der Haken daran? Um die neuen Gleise anzuschließen, können die Züge im nächsten Monat nur auf einem einzigen Gleis zwischen Newark und Secaucus fahren.
💰 Die 1,5-Milliarden-Dollar-Modernisierung
Dies ist keine kleine Reparatur. Es handelt sich um das größte Bauprojekt in der Geschichte von NJ Transit.
Das Projekt beseitigt die 114 Jahre alte Drehbrücke, die seit jeher eine Quelle erheblicher Betriebsstörungen für NJ TRANSIT- und Amtrak-Kunden auf dem Northeast Corridor war. Die neue Brücke bietet:
- Verbesserte Zuverlässigkeit und weniger brückenbedingte Verspätungen
- Erhöhte Betriebsstabilität entlang des Nordostkorridors
- Eine moderne Konstruktion, die für zukünftiges Kapazitätswachstum ausgelegt ist

💰 Wer bezahlt das Ganze?
Das Projekt wird vom US-Verkehrsministerium, New Jersey, New York und Amtrak finanziert . Im Januar 2021 gab Gouverneur Murphy eine Vereinbarung über die vollständige Finanzierung bekannt, die 766,5 Millionen US-Dollar an Mitteln der Federal Transit Administration zur Unterstützung des Bauvorhabens sicherte.
Im Oktober 2021 gaben Gouverneur Murphy und NJ TRANSIT die Genehmigung eines Bauauftrags im Wert von 1.559.993.000 US-Dollar bekannt, was den größten Einzelauftrag in der Geschichte von NJ TRANSIT darstellt.
⚠️ Die „No-Go“-Liste: Bahnlinien mit den größten Beeinträchtigungen
Während fast alle Strecken (außer der Atlantic City Rail Line) Fahrplanänderungen erfahren werden, sind es vor allem die Pendler, die davon betroffen sein werden:
- Midtown Direct (Morristown, Gladstone und Montclair-Boonton): An Wochentagen fahren diese Züge nicht zur Penn Station, sondern werden zum Hoboken Terminal umgeleitet.
- Northeast Corridor (NEC) und North Jersey Coast Line (NJCL): Rechnet mit deutlich weniger Zügen nach NYC und einer starken Überfüllung der verbleibenden Züge.
- Atlantic City Line: Die Züge an Werktagen werden bis zum 13. März durch Busse ersetzt.
Die geänderten Fahrpläne sowie Links zu alternativen öffentlichen Verkehrsmitteln nach Bahnlinien findest du online.
🗺️ Überlebensleitfaden: Wie du trotzdem nach Manhattan kommst
Wenn dein Chef mit dem „WFH”-Leben nicht einverstanden ist, akzeptiert NJ Transit Tickets, damit du den Hudson überqueren kannst. Hier ist dein Notfallplan:
- Der 25 %-Spar-Hack: Wenn du mit Midtown Direct fährst, kauf deine Tickets/Pässe nach Hoboken statt nach New York – wegen der Umleitung kannst du bis zu 25 % pro Fahrt sparen, was die Kosten für den PATH oder die Fähre ausgleicht.
- Gegenseitige Anerkennung 101: Dein NJ Transit-Bahnticket wird anerkannt bei:
- PATH: zwischen Hoboken und 33rd St.
- NY Waterway Ferries: zwischen Hoboken und W. 39th St. (zu Stoßzeiten werden zusätzliche Boote eingesetzt!)
- Bus 126: Direktverbindung von Hoboken zur Port Authority
- Das „FLEXPASS”-Angebot: NJT hat jetzt ein Ticket für 20 Fahrten mit 15 % Rabatt im Angebot, um Pendlern in diesem chaotischen Monat zu helfen.
🗓️ Voraussichtlicher Zeitplan/der „Chaos”-Kalender
- 15. Februar: Die neuen „Cutover”-Fahrpläne treten offiziell in Kraft.
- 17. Februar: Der erste große Test für die Umleitungen von Midtown Direct an einem Wochentag
- 14. März: Die Umstellungsarbeiten sollen abgeschlossen sein
- 15. März: Der normale Betrieb geht wieder los (vorbehaltlich Sicherheitsprüfungen)
Kris Kolluri,Präsident und CEO von NJ TRANSIT, meinte dazu:
Die Unterbrechung ist zwar nur vorübergehend, aber die Vorteile – darunter ein viel zuverlässigerer und stabilerer Pendlerverkehr entlang des Northeast Corridor – werden für Generationen bestehen bleiben.
😉 Profi-Tipps für die nächsten 4 Wochen
- Reise zu den „Golden Hours“: Wenn du fahren musst, versuch, vor 7 Uhr morgens oder nach 9 Uhr morgens und vor 16 Uhr oder nach 19 Uhr abends in den Zug zu steigen, um die schlimmsten Menschenmassen zu vermeiden.
- Schau dir die „ABC”-Pläne an: NJ Transit hat für jede einzelne Linie „Alternate, Back-up and Contingency”-Pläne veröffentlicht – den Überlebensleitfaden für deine spezifische Linie findest du unter njtransit.com/portalcutover.
- Aktualisiere die App: Richte Push-Benachrichtigungen für deine Bahnlinie ein, um Echtzeit-Benachrichtigungen zu bekommen, bevor du losfährst.
Auch wenn uns ein turbulenter Monat bevorsteht, bedeutet das Endergebnis, dass die Ausrede „gestrandet auf der Brücke” für Verspätungen zur Arbeit endlich der Vergangenheit angehören könnte.