In New York City sind Warteschlangen kein Hindernis – sie sind ein Charakterzug. Wenn es ein virales Gebäck, ein angesagtes Pop-up oder ein neues Restaurant gibt, um das auch nur ein Hauch von Hype mitschwingt, kannst du darauf wetten, dass sichbereits eine Schlange um den ganzen Block windet … undja, die Leute werden darin warten.
Aber ein genialer New Yorker hat gerade den ultimativen Schachzug gemacht: Er hat ein Online-Tool entwickelt, das die aktuellen Wartezeiten an den angesagtesten Warteschlangen der Stadt anzeigt, damit du entscheiden kannst, ob dieser „kurze Stopp“ tatsächlich zwei Stunden deiner Zeit wert ist … oder ob du deine Würde lieber anderswo einsetzt.
Das Tool mit dem Namen „damnlines“ wurde von Ingenieur Lucas Gordon entwickelt. Wir ersparen dir die supertechnische Erklärung (für uns ist das im Grunde eine andere Sprache), aber das Konzept ist ziemlich einfach: Mieter in ganz NYC installieren Kameras vor ihren Wohnungen, um Warteschlangen in der Nähe in Echtzeit zu überwachen.
Diese Kameras erfassen, wie viele Leute warten, wie schnell die Schlange vorankommt, und schätzen, wie lange du dort stehen würdest, wenn du dich jetzt anstellst. Mit anderen Worten: Es sind die Insider-Infos, die sich jeder New Yorker wünscht, bevor er sich in eine Schlange einreiht, die den Hype vielleicht – oder vielleicht auch nicht – wert ist.
Derzeit erfasst die Seite eine Handvoll bekannter langer Warteschlangen, darunter :
- Breakfast by Salt’s Cure
- John’s of Bleecker Street
- L’Industrie Pizzeria (West Village)
- Salt Hank’s
Über die Website können sich New Yorker auch freiwillig als Kamerastandort melden , darüber abstimmen, welche Orte als Nächstes hinzugefügt werden sollen, und sogar neue Standorte vorschlagen– dennwenn es eine Sache gibt, die diese Stadt immer haben wird, dann sind es noch mehr Warteschlangen.
Clevere New Yorker haben daraus sogar ein Geschäft gemacht und sind professionelle Warteschlangensitzer geworden, die dafür bezahlt werden, anderen ihren Platz in der Schlange zu halten.
Gordon hat das Projekt auf Twitter geteilt, wo es schnell durchstartete – denn, wie die Seite es perfekt auf den Punkt bringt: „Niemand wartet gerne in einer verdammten Schlange.“ Die Nutzer strömten mit Reaktionen wie „Das ist echt krass“, „würde dafür 100 % zahlen lol“ und „Das ist genial“ herbei.
Allerdings räumt Gordon ein, dass das Projekt in seiner aktuellen Form nicht gerade nachhaltig ist – wenn du also Ideen hast, ist er ganz Ohr. In der Zwischenzeit solltest du das als Zeichen sehen, die Warteschlange zu checken, bevor du das Haus verlässt.