Millionen von New Yorkern werden in diesem Herbst eine Mieterhöhung hinnehmen müssen, nachdem das Rent Guidelines Board der Stadt am Montagabend eine neue Erhöhung für mietstabilisierte Wohnungen beschlossen hat – und damit alle verbleibenden Hoffnungen auf einen stadtweiten Mietpreisstopp zunichte gemacht hat.
Nach stundenlangen leidenschaftlichen öffentlichen Stellungnahmen und anhaltenden Debatten über die Erschwinglichkeit von Wohnraum stimmte das Gremium mit 5:4 Stimmen für eine Erhöhung um 3 % bei einjährigen Mietverträgen und um 4,5 % bei zweijährigen Mietverträgen.
Die Änderungen gelten für alle mietstabilisierten Mietverträge, die am oder nach dem 1. Oktober 2025 erneuert werden.

Auch wenn die Entscheidung des Stadtrats keine Überraschung war – erste Vorschläge gab es bereits im Mai – so ist sie doch eine harte Pille für die schätzungsweise zwei Millionen New Yorker, die in mietstabilisierten Wohnungen leben.
Die Abstimmung erfolgte trotz der lautstarken Rufe von Mietervertretern und Gemeindemitgliedern, die sich für einen vollständigen Erhöhungsstopp aussprachen und die wachsende finanzielle Belastung in den fünf Stadtbezirken anführten.
Die neuen Erhöhungen sind die höchsten seit 2013 für Zweijahresmietverträge und markieren das dritte Jahr in Folge mit Mieterhöhungen unter dem Vorstand.
Im Vergleich dazu waren die letztjährigen Erhöhungen auf 3 % für Einjahresmietverträge und bis zu 5 % für Zweijahresmietverträge gedeckelt – abhängig von den Mietbedingungen.
Der Mietspiegelausschuss setzt sich aus neun Mitgliedern zusammen, die vom Bürgermeister ernannt werden: zwei Vertreter der Mieter, zwei Vertreter der Vermieter und fünf öffentliche Mitglieder. Die Abstimmung am Montag verlief streng nach dem erwarteten Muster, wobei die fünf öffentlichen Mitglieder das Endergebnis beeinflussten.
Die Befürworter der Erhöhung argumentieren, dass sie notwendig sei, um den Vermietern zu helfen, mit den steigenden Kosten Schritt zu halten – von der Versicherung und den Versorgungsleistungen bis hin zur Instandhaltung der Gebäude und dem Personal. Mieter und Wohnungsbaubefürworter sind jedoch der Meinung, dass die Erhöhung die anhaltende Erschwinglichkeitskrise in der Stadt nur verschärfen wird, zumal die Inflation sich weiterhin auf die Haushaltsbudgets auswirkt.
Nach Angaben des städtischen Rent Guidelines Board liegt das Medianeinkommen für mietstabilisierte Mieter bei etwa 60.000 Dollar, verglichen mit dem stadtweiten Median von etwa 80.000 Dollar.
Für viele kann selbst eine kleine Mieterhöhung destabilisierend sein – insbesondere für Senioren, Haushalte mit festem Einkommen und langjährige Bewohner, die auf mietstabilisierte Wohnungen angewiesen sind, um in New York zu bleiben.
Da die Änderungen in diesem Herbst in Kraft treten, werden Mieter in der ganzen Stadt aufgefordert, ihre Mietbedingungen zu überprüfen, sich über ihre Verlängerungsfristen zu informieren und sich bei Bedarf an lokale Organisationen zur Unterstützung des Wohnungswesens zu wenden.