Wenn du schon mal in ein Café oder eine Boutique gegangen bist und an der Kasse nur ein „Nur Karte“-Schild vorgefunden hast, sind diese Zeiten nun offiziell gezählt.
Seit Samstag, dem 21. März 2026, ist ein neues Gesetz des Staates New York in Kraft getreten, das fast alle Einzelhandels- und Gastronomiebetriebe dazu verpflichtet, Barzahlungen zu akzeptieren.
Während New York City bereits 2020 ein ähnliches Verbot für bargeldlose Geschäfte verabschiedete, weitet diese neue Gesetzgebung diese Schutzmaßnahmen auf jeden Winkel des Bundesstaates aus und sorgt dafür, dass „Bargeld wieder König“ ist – von Manhattan bis Montauk.
Das von Generalstaatsanwältin Letitia James angekündigte Gesetz zielt darauf ab, New Yorker zu schützen, die möglicherweise keinen Zugang zu traditionellen Bankdienstleistungen haben oder einfach die Privatsphäre physischer Währung bevorzugen.
„New Yorker haben ein Recht auf Service, egal wie sie bezahlen möchten“, sagte Generalstaatsanwältin James in einer Erklärung.
„Unternehmen dürfen den New Yorkern nicht den Zugang zu lebensnotwendigen Gütern wie Lebensmitteln und Kleidung verwehren, indem sie sich weigern, Bargeld anzunehmen.“
So funktioniert das neue Gesetz
Nach der neuen Regelung ist es nun illegal, wenn ein Lebensmittelgeschäft oder ein Einzelhandelsgeschäft Bargeld für Waren oder Dienstleistungen ablehnt.
Außerdem ist es Unternehmen strengstens untersagt, Kunden, die bar bezahlen, höhere Preise zu berechnen als denen, die mit Kreditkarte zahlen.
Wenn ein Unternehmen dabei erwischt wird, wie es deine 5-Dollar-Note verschmäht, droht ihm eine Geldstrafe von bis zu 1.000 Dollar für den ersten Verstoß und 1.500 Dollar für jeden weiteren Verstoß.
Gibt es Ausnahmen?
Das Gesetz ist zwar weit gefasst, aber es gibt ein paar spezifische Details im „Kleingedruckten“, die du kennen solltest:
- Die 20-Dollar-Regel: Geschäfte sind gesetzlich nicht verpflichtet, Banknoten mit einem Nennwert von mehr als 20 Dollar anzunehmen.
- Online-/Telefonbestellungen: Das Gesetz gilt nicht für Transaktionen, die per Telefon, per Post oder online getätigt werden.
- Die „Reverse-ATM“-Lücke: Ein Geschäft kann technisch gesehen immer noch „bargeldlos“ sein, wenn es vor Ort ein Gerät bereitstellt, das Bargeld in eine Prepaid-Karte umwandelt. Dieses Gerät darf jedoch keine Gebühr erheben und muss eine Mindesteinzahlung von höchstens 1 Dollar haben.
Warum das gerade jetzt passiert
Dieser Schritt erfolgt, da viele New Yorker ihre Frustration über den „bargeldlosen“ Trend zum Ausdruck gebracht haben, der sich während der Pandemie beschleunigt hat.
Über den Komfortfaktor hinaus betonte die Generalstaatsanwaltschaft, dass Richtlinien, die ausschließlich bargeldloses Bezahlen vorsehen, Personen ohne Bankkonto oder mit eingeschränktem Zugang zu Bankdienstleistungen unfair diskriminieren – eine Gruppe, zu der etwa jeder zehnte Haushalt in New York gehört.
Große Veranstaltungsorte stellen sich bereits um, um die Vorschriften einzuhalten.
Große Stadien und Parks, die zuvor bargeldlos waren (wie das KeyBank Center und Six Flags im Westen von New York), haben „Cash-to-Card“-Automaten installiert, um sicherzustellen, dass sie die neuen staatlichen Anforderungen erfüllen.
Was tun, wenn ein Geschäft dein Bargeld ablehnt?
Wenn du auf ein Geschäft stößt, das sich immer noch weigert, dein Bargeld anzunehmen (und keinen kostenlosen Bargeld-zu-Karte-Automaten hat), möchte das Büro der Generalstaatsanwältin davon erfahren.
New Yorker werden dazu aufgefordert, hier online eine Beschwerde einzureichen oder unter 1-800-771-7755 anzurufen, um Verstöße zu melden.