Die mystische Welt des Tarots hat Einzug in die Morgan Library & Museum gehalten, wo eine neue, zweiteilige Ausstellung den Weg der Karten von einem historischen Gesellschaftsspiel zu einem modernen Werkzeug der Wahrsagung nachzeichnet!
Unter dem Titel „Tarot: Symbole der Renaissance und moderne Visionen“ bietet die zeitlich begrenzte Ausstellung den Besuchern einen umfassenden Einblick in die künstlerische und kulturelle Entwicklung dieser Tradition.
Auf den Spuren der Ursprünge in der Renaissance
Der erste Teil der Ausstellung veranschaulicht die frühe Geschichte dieser mystischen Karten und zeigt filigrane, historisch bedeutsame Exemplare hinter Glasvitrinen. Die Besucher lernen die Ursprünge des Tarots im Italien der Renaissance kennen, wo die Kartensätze ursprünglich eher für Gesellschaftsspiele als zum Wahrsagen entwickelt wurden.
Die Ausstellung hebt die aufwendigen Kunstwerke dieser frühen italienischen Kartensätze hervor und erklärt, wie sie im Wesentlichen als strukturelle Grundlage für die heute weltweit gebräuchlichen Standardkartensätze mit 52 Karten dienten.
Von Gesellschaftsspielen zum Okkultismus
Im weiteren Verlauf durch die Ausstellungsräume verlagert sich der Fokus in der zweiten Hälfte der Ausstellung auf die spätere Verbindung des Tarots mit dem Okkultismus und beleuchtet, wie die Karten im Laufe der Jahrhunderte nach und nach für Wahrsagerei und spirituelle Praktiken umfunktioniert wurden.
Die Sammlung betrachtet die Kartensätze sowohl aus historischer als auch aus künstlerischer Perspektive und präsentiert eine breite Palette an Bildwelten – von klassischen esoterischen Symbolen bis hin zu zeitgenössischen und popkulturellen Adaptionen. Archivfotos, Lehrbücher und moderne Interpretationen –wie das im Retro-Stil gehaltene „The Pulp Tarot“ – zeigen, wie sich die Bildsprache der Karten kontinuierlich an neue Epochen angepasst hat.
„Tarot: Symbole der Renaissance und moderne Visionen“ ist bis zum 4. Oktober in der Morgan Library & Museum, 225 Madison Ave, zu sehen.