Jahrzehntelang war es der Inbegriff von New York City: das rhythmische Durchziehen, der hohe Piepton und das befriedigende Klackern des Drehkreuzes.
Die gelb-blaue MetroCard ist mehr als nur ein dünnes Stück Plastik; sie war der Schlüssel zu den fünf Stadtbezirken und ein fester Bestandteil der Geldbörse jedes New Yorkers.
Doch nun, da die Stadt die Karte zugunsten von OMNY offiziell ausgemustert hat, widmet eine neue (und völlig kostenlose!) Ausstellung unserem liebsten „besten Freund“ das künstlerische Andenken, das er verdient.
Die neue Ausstellung „Inspired by MetroCard“ im New York Transit Museum Gallery & Store am Grand Central Terminal beweist: Was für den einen eine abgelaufene Fahrkarte ist , ist für den anderen ein Meisterwerk!
Vom „Müll“ zum Schatz
Die Ausstellung zeigt, wie sich dieser alltägliche Gebrauchsgegenstand in den letzten 30 Jahren zu einem „typisch New Yorker Medium“ entwickelt hat.
Anstatt auf der Mülldeponie zu landen, wurden Tausende ausrangierter Karten in alles Mögliche verwandelt – von High-Fashion-Kleidern bis hin zu filigranen Skulpturen.
„Die MetroCard war eines der zugänglichsten Designobjekte in der Geschichte New Yorks“, sagt Regina Shepherd, amtierende Direktorin des New York Transit Museum.
„Diese Ausstellung zeigt, wie Künstler diese gemeinsame Erfahrung in Werke verwandelt haben, die persönlich, einfallsreich und unverkennbar New York sind.“
Was du dir ansehen solltest
Die Galerie steckt voller Momente, bei denen man sich fragt: „Wie haben sie das bloß gemacht?“
Hier sind ein paar Highlights, die du nicht verpassen solltest:
- Das MetroCard-Hochzeitskleid: Die Künstlerin Nina Vishneva (vom MetroDress-Projekt) hat Hunderte von Karten in tragbare Kunst verwandelt. Halte Ausschau nach einem vollwertigen Hochzeitskleid und einem Ballkleid, die diese chaotische Energie einfangen, die es „nur in NYC“ gibt.
- Aufwendige Mosaike: Die Künstlerin Nina Boesch schneidet und ordnet die goldenen, blauen und schwarzen Kartenfetzen akribisch neu an, um atemberaubend detaillierte Porträts von New Yorker Sehenswürdigkeiten und sogar der lokalen Tierwelt zu schaffen (ja, es gibt Tauben!).
- Miniatur-Meisterwerke: VH McKenzie nutzt die MetroCard selbst als winzige Leinwand und malt ikonische Straßenszenen und Brücken direkt auf den Kunststoff.
- Die „Hype“-Karten: Langjährige Pendler werden die auffälligen rot-weißen Karten erkennen, die von der legendären Künstlerin Barbara Kruger für die Performa-Biennale 2017 entworfen wurden.
- Miniaturarchitektur: Schau dir Thomas McKeans Werke genau an, in denen er die Karten nutzt, um skurrile Skulpturen von New Yorker Mietshäusern und Feuerleitern zu bauen.

Plane deinen Besuch
Egal, ob du dir die Zeit bis zur Abfahrt deines Metro-North-Zugs vertreiben willst oder nach einem coolen, unkomplizierten Ort für ein Date suchst – diese Galerie ist ein absolutes Muss.
Sie ist eine nostalgische, farbenfrohe Erinnerung an das Plastik, das uns drei Jahrzehnte lang in Bewegung gehalten hat.
- Wo: The New York Transit Museum Gallery & Store (in der Shuttle Passage im Grand Central Terminal, in der Nähe des Bahnhofsvorsteherbüros).
- Wann: Ab sofort bis Oktober 2026.
- Kosten: Völlig KOSTENLOS.
- Öffnungszeiten: Montag – Freitag, 10:00 bis 19:30 Uhr; Samstag – Sonntag, 10:00 bis 18:00 Uhr
🚆 Weitere Infos zur Ausstellung findest du hier auf der Website des New York Transit Museum!