Kaum ist das Konfetti zur Knicks-Meisterschaft weggefegt und die WM-Fans sorgen noch immer für elektrisierende Stimmung in der Stadt, da hat Gouverneurin Kathy Hochul bereits das Ziel vor Augen, New Yorks Sport-Rampenlicht noch für die nächsten Jahrzehnte leuchten zu lassen.
Am Montag, dem 22. Juni, gab Hochul offiziell die Gründung eines staatlichen Ausschusses bekannt, der prüfen soll, ob New York die Olympischen Winterspiele wieder in den Empire State holen könnte .
Der neu gegründete „Lake Placid–New York City Olympic & Paralympic Winter Games Exploratory Committee“ wird das nächste Jahr damit verbringen, die logistischen Aspekte einer gemeinsamen Bewerbung zu untersuchen. Inspiriert vom dezentralen Modell der jüngsten Spiele in Mailand-Cortina in Italien würde das Konzept die historische Wintersporttradition von Lake Placid mit der riesigen globalen Unterhaltungsplattform von New York City verbinden .
Hochul erklärte:

New York war zuletzt 1980 Gastgeber der Olympischen Winterspiele
Lake Placid, New York, ist eine legendäre Stadt, die bereits zweimal Gastgeber der Olympischen Winterspiele war – erstmals 1932 und zuletzt 1980.
Die Spiele von 1980 sind vor allem wegen des „Miracle on Ice“-Spiels in bester Erinnerung geblieben, bei dem die als Außenseiter geltende US-amerikanische Herren-Eishockeymannschaft die Sowjetunion mit genau einem Tor Vorsprung besiegte – das Endergebnis lautete 4:3.
Auch heute noch ist Lake Placid ein Zentrum des Wintersports, und die Olympic Regional Development Authority (ORDA) unterhält und betreibt weiterhin Weltklasse-Anlagen wie das Olympic Center, den Mt. Van Hoevenberg und den Olympic Jumping Complex.
Warum das Ziel 2042? Die kommenden Austragungsorte der Olympischen Winterspiele
Das Vorantreiben des Jahres 2042 ist strategisch klug, da dies der nächste wirklich freie Termin für einen Gastgeber der Winterspiele ist. Der kommende Winter-Veranstaltungskalender ist weltweit bereits feststehend oder befindet sich in den letzten Verhandlungsphasen:
- 2030: Französische Alpen, Frankreich
- 2034: Salt Lake City, Utah
- 2038: Schweiz (Derzeit in exklusiven Gesprächen mit dem IOC)
- 2042: Die nächste Chance
Da Salt Lake City 2034 Gastgeber ist, würde eine Bewerbung für 2042 eine achtjährige Lücke zwischen den von den USA ausgerichteten Winterspielen schaffen, was für das Internationale Olympische Komitee (IOC) einen realistischen Zeitplan darstellt.

Die Logistik: Lässt sich eine 285-Meilen-Distanz überbrücken?
Die größte Herausforderung einer Doppelbewerbung ist die Entfernung.
New York City und Lake Placid liegen etwa 285 Meilen auseinander– eine viereinhalbstündige Autofahrt. Staatsbeamte weisen jedoch darauf hin, dass dies in etwa der 250-Meilen-Entfernung zwischen Mailand und Cortina entspricht, die sich als durchaus machbar erwiesen hat.
Laut Robert Carroll, Mitglied der New York State Assembly und Mitglied des Ausschusses, erfordern die Winterspiele deutlich weniger Infrastruktur als die Sommerspiele.
Nutzung bestehender Arenen
Ein wichtiges Argument für die Bewerbung ist, dass kaum oder gar keine neue Sportinfrastruktur erforderlich wäre. Stattdessen würden die Veranstaltungen bestehende, erstklassige Austragungsorte nutzen:
- New York City (Eissportveranstaltungen in der Halle): Veranstaltungsorte wie der Madison Square Garden, das Barclays Center und die UBS Arena würden Eishockey und Eiskunstlauf ausrichten. Outdoor-Spektakel wie Big-Air-Snowboarden oder Langlauf-Sprints könnten möglicherweise das Yankee Stadium, das Citi Field oder den Central Park verwandeln
- Lake Placid (Rennsport- und alpine Disziplinen): Das historische Dorf würde die traditionellen Schnee-, Rennsport- und Bergdisziplinen ausrichten
New York hat über die Olympic Regional Development Authority (ORDA) bereits über 750 Millionen Dollar in die Modernisierung der Anlagen in Lake Placid gesteckt. Tatsächlich ist die Infrastruktur in Lake Placid so makellos, dass der Ort kürzlich als offizieller Ausweichstandort für die Schlittensportarten bei den Europaspielen 2026 ausgewiesen wurde.

Wie geht es weiter?
Ein engagiertes Team aus Unterausschüssen für Regierung, Finanzen und Sportbetrieb wird die nächsten 12 Monate damit verbringen, die finanzielle Tragfähigkeit, Verkehrskorridore (wie zum Beispiel den Ausbau der Bahnstrecke von der Penn Station nach Albany) und Unterbringungsmöglichkeiten zu bewerten, bevor es der Landesregierung seine endgültigen Empfehlungen vorlegt.
Am Ende des Prozesses wird der Ausschuss seine Ergebnisse und Empfehlungen der Landesregierung zur Prüfung vorlegen. Über das weitere Vorgehen wird nach Abschluss des Sondierungsprozesses und der Auswertung der Ergebnisse entschieden.