Wenn du schon mal in einem überfüllten New Yorker Club oder einer angesagten Rooftop-Bar warst und dich dabei ertappt hast, wie du auf eine 9-Dollar-Flasche Wasser gestarrt hast, nur um hydriert zu bleiben, könnte ein neues Gesetz bald deinen Geldbeutel (und deinen Morgen danach) retten.
Ein Gesetzesentwurf namens Assembly Bill 10570– oder wie viele ihn bereits nennen: das „Recht auf Wasser“-Gesetz– wird derzeit in Albany diskutiert.
Wenn er verabschiedet wird, könnte er die „unausgesprochenen Regeln“ des New Yorker Nacht- und Restaurantlebens grundlegend verändern.
Was ist das „Recht auf Wasser“-Gesetz?
Das Ziel des Gesetzentwurfs ist klar: sicherzustellen, dass Flüssigkeitszufuhr in sozialen Räumen als Grundrecht und nicht als Luxusgut behandelt wird.
Derim März dieses Jahres in der New York State Assembly eingebrachte Gesetzentwurf zielt darauf ab, die Hürde hoher Kosten für einfaches Trinkwasser in Lokalen, die Alkohol ausschenken, zu beseitigen.
Hier sind die wichtigsten Details: Wenn das Gesetz verabschiedet wird, würde es bestimmte Anforderungen für Gastronomiebetriebe im ganzen Bundesstaat einführen:
- Obligatorisches kostenloses Leitungswasser: Jeder Betrieb mit einer Lizenz zum Ausschank von Alkohol zum Verzehr vor Ort (Bars, Clubs und Restaurants) wäre gesetzlich verpflichtet, jedem Gast, der danach fragt, Leitungswasser anzubieten.
- Kein Kauf erforderlich? Obwohl es in erster Linie die Gäste schützt, liegt der Schwerpunkt darauf, sicherzustellen, dass du, wenn du dich in der Location befindest, nicht gezwungen bist, eine Plastikflasche zu kaufen, nur um einen Schluck Wasser zu bekommen.
- Mindestmenge: Das Gesetz schreibt vor, dass das Wasser in einem Behälter von mindestens 8 Unzen serviert werden muss.
- Qualitätsstandard: Das Wasser muss alle bundesstaatlichen und staatlichen Reinheitsstandards für Trinkwasser erfüllen.
Die „Wasser-Lücke“ schließen
Während viele New Yorker davon ausgehen, dass kostenloses Wasser selbstverständlich ist, erlaubt eine rechtliche Grauzone derzeit bestimmten Lokalen, für ein Grundbedürfnis „Kino-Preise“ zu verlangen. Der Gesetzentwurf 10570 zielt speziell auf die Orte ab, an denen dein Abendausflug normalerweise teuer wird:
- Nachtclubs & Musiklokale: Derzeit befinden sich Lokale, die nur Alkohol (und keine Speisen) ausschenken, in einer rechtlichen Grauzone, da keine gesetzliche Verpflichtung besteht, kostenloses Leitungswasser anzubieten. Dieser Gesetzentwurf würde der Praxis ein Ende setzen, dass Barkeeper sich weigern, einen Becher aus der Sodapistole zu füllen.
- „Nur Flaschen“ in Restaurants: Es würde der „Sprudel oder stille?“-Falle in gehobenen Lokalen ein Ende setzen, die behaupten, sie „servieren kein Leitungswasser“, um den Verkauf von 9-Dollar-Markenglasflaschen zu erzwingen.
- Rooftop-Bars & Lounges: Diese Lokale führen oft „logistische Probleme“ an, um ausschließlich teure Dosen zu verkaufen; nach dem neuen Gesetz wären sie verpflichtet, eine kostenlose Trinkmöglichkeit anzubieten.
- Open-Air-Festivals: Jedes temporäre „Pop-up“-Event oder Festival mit einer Schanklizenz wäre verpflichtet, den Besuchern kostenloses Wasser anzubieten.
Warum passiert das gerade jetzt?
Seit Jahren beschweren sich New Yorker und Touristen gleichermaßen über die „Nur-Flaschen“-Politik in vielen gehobenen Lokalen, wo Leitungswasser oft „nicht verfügbar“ ist oder davon abgeraten wird.
Abgesehen von der Belastung für dein Bankkonto verweisen die Befürworter des Gesetzes auf zwei wesentliche Faktoren: die öffentliche Gesundheit und die Auswirkungen auf die Umwelt.
Befürworter argumentieren, dass durch die Verpflichtung zur kostenlosen Bereitstellung von Leitungswasser hoffentlich die riesige Menge an Einweg-Plastikmüll reduziert wird, die durch den Verkauf von Wasserflaschen entsteht.
Außerdem argumentieren die Befürworter in einer Stadt, die für ihr Nachtleben bekannt ist, dass der einfache Zugang zu Wasser eine wichtige Sicherheitsmaßnahme für diejenigen ist, die Alkohol konsumieren.
Gilt das für alle Betriebe?
Nicht ganz.
Obwohl der Gesetzentwurf weit gefasst ist, gibt es aus Sicherheits- und logistischen Gründen einige bemerkenswerte Ausnahmen. Diese Regeln werden wahrscheinlich nicht gelten für:
- Schiffe in Bewegung: Die Staten Island Ferry oder Sightseeing-Kreuzfahrten.
- Bahnwagen: Dein Pendelverkehr mit Metro-North oder LIRR.
- Verkehrsflugzeuge: Flüge ab JFK oder LaGuardia.
Wie ist der Stand des Gesetzesentwurfs?
Seit Mitte März 2026 liegt der Gesetzentwurf 10570 dem Ausschuss für wirtschaftliche Entwicklung vor.
Die Gesetzgeber werden nun die Vorteile für die Verbraucher gegen den möglichen Widerstand der Gastronomie hinsichtlich der Servicekosten abwägen.
Auch wenn noch einige legislative „Hürden“ zu nehmen sind, ist die Dynamik für verbraucherorientierte Gesetze in New York so groß wie nie zuvor.
Wenn es zügig durch den Ausschuss kommt, könnte es noch in der diesjährigen Sitzungsperiode verabschiedet werden, möglicherweise noch vor dem Sommer.