Wir schwitzen vielleicht noch immer durch unsere Hemden auf den U-Bahn-Bahnsteigen, aber da das „Bank of America Winter Village“ im Bryant Park und die Eislaufbahn im Rockefeller Center bereits ihre Eröffnungstermine bekannt gegeben haben, hat das Weihnachtsgerede in NYC offiziell begonnen.
Und während die New Yorker sich auf Kürbis-Lattes freuen, richten die Meteorologen ihren Blick auf den Pazifik. Ein seltener „Super-El-Niño“ gewinnt rasch an Stärke – mit einer Wahrscheinlichkeit von 69 %, bis Dezember eine historische, rekordbrechende Stärke zu erreichen.
Wird dieses gewaltige Klimaphänomen also eine postkartenreife weiße Weihnacht nach New York City bringen oder einfach nur die Feiertage ins Wasser fallen lassen? Hier erfährst du, was du wissen musst.

🗺️ Was die Karte zur weißen Weihnacht für NYC verrät
Eine neue Wetteranalyse auf Basis von Daten des National Weather Service (NWS) zeigt eine deutliche Kluft in den USA hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit von Schneefall am Weihnachtsmorgen:
- Die Definition des NWS: Für eine offizielle „weiße Weihnacht“ muss am Weihnachtsmorgen mindestens 1 Zoll Schnee auf dem Boden liegen
- Der Ausblick für NYC: Aktuelle klimatologische Daten deuten darauf hin, dass die Wahrscheinlichkeit für Schnee am Weihnachtsmorgen in New York City unter dem Durchschnitt liegt
- Die nationale Kluft: Während im Westen der USA und in den höher gelegenen Bundesstaaten weiterhin hohe Wahrscheinlichkeiten bestehen, senkt der durch El Niño erwärmte Jetstream die historischen Schneewahrscheinlichkeiten an weiten Teilen der Ostküste
Warum El Niño die Schneewahrscheinlichkeit senkt: Starke El-Niño-Muster ziehen wärmere Luft durch den Nordosten. Auch wenn die Sturmroute reichlich Niederschlag nach NYC bringen könnte, bedeuten höhere Temperaturen, dass diese Stürme viel eher Regen, Matsch oder Graupel als starken Schneefall mit sich bringen.

❄️ Könnte NYC doch noch ein Weihnachts-Schneewunder erleben?
Geringere Wahrscheinlichkeiten bedeuten nicht, dass ein Weihnachtswunder gänzlich ausgeschlossen ist.
Ein plötzlicher arktischer Kälteeinbruch, der auf Feuchtigkeit aus dem Süden trifft, könnte immer noch einen Überraschungssturm auslösen – doch eine anhaltende Schneedecke bis Ende Dezember bleibt unter den Bedingungen eines „Super-El-Niño“ unwahrscheinlich.
Falls NYC dieses Jahr leer ausgeht, wäre das kein Novum. New York City beendete am 25. Dezember 2024 eine 15-jährige Durststrecke ohne weiße Weihnachten, als im Central Park am Weihnachtsmorgen um 7 Uhr offiziell 1 Zoll Neuschnee gemessen wurde.
Die Wettervorhersager werden ein klareres Bild von den genauen atmosphärischen Verläufen haben, wenn der Winter näher rückt. In der Zwischenzeit solltest du deine schweren Regenstiefel griffbereit halten– vielleicht brauchst du sie diesen Dezember mehr als die Schneeschaufel.
Und vergiss nicht: Es ist nie zu früh, mit einem Löffel unter dem Kopfkissen zu schlafen!