Die New Yorker sind durchgedreht, als Anfang des Jahres der erste kostenlose Lebensmittelladen der Stadt eröffnete – und ehrlich gesagt, wer kann es ihnen verübeln? Die Lebensmittelpreise sind in New York ohnehin schon himmelhoch, und es wird nur noch schlimmer.
Wenn du also schon länger skeptisch auf diese 14-Dollar-Packung Eier schaust , bist du definitiv nicht allein.
Eine neue Analyse von InvestorsObserver zeigt, dass viele der bekanntesten amerikanischen Lebensmittel – wie Frosted Flakes, Doritos, Coca-Cola, Campbell’s Suppe und M&M’s – zwar in den Regalen gleich aussehen, dich aber still und leise viel mehr kosten.
Amerikaner geben jährlich 741 Dollar mehr für dieselben Lebensmittel aus
Nach der Analyse von Preisen und Packungsgrößen von 2020 bis 2026 stellten Forscher fest, dass eine durchschnittliche vierköpfige Familie nun zusätzlich 741 Dollar pro Jahr für genau dieselben Lebensmittel ausgibt.
Und hier kommt der Clou: Du bekommst für dieses Geld nicht einmal mehr – in vielen Fällen bekommst du sogar weniger.
Nehmen wir zum Beispiel Kellogg’s Frosted Flakes – heute kostet eine Portion 51 % mehr als noch 2020, obwohl die Packung insgesamt weniger Portionen enthält.

Die Preise steigen, während die Packungen schrumpfen
Diese Strategie, bekannt als „Shrinkflation“, zeigt sich bei zahlreichen großen Marken.
Anstatt die Preise auf einen Schlag zu erhöhen, erhöhen Unternehmen oft zuerst den Preis – und verkleinern dann später still und leise die Packungsgröße, in der Hoffnung, dass die Käufer es nicht bemerken.
Und es geht nicht nur um Müsli.
Doritos, Cheerios und M&M’s haben alle dem gleichen Muster gefolgt. Coca-Cola sah sich sogar einer Gegenreaktion ausgesetzt, nachdem US-Senatoren dem Unternehmen vorgeworfen hatten, für seine 7,5-Unzen-Minidosen überhöhte Preise zu verlangen, die pro Unze deutlich teurer sind als größere Flaschen.

Doritos ist ein klares Beispiel:
- Eine 15,5-Unzen-Tüte kostete 2021 4,79 Dollar
- Er stieg 2022 auf 5,99 Dollar
- Bis 2023 blieb der Preis gleich – aber die Tüte schrumpfte
- Heute kostet eine 14,4-Unzen-Tüte 6,69 Dollar
Du zahlstalso nicht nur fast 2 Dollarmehr – dubekommst auch weniger Produkt.
Warum die Schrumpfinflation manche Haushalte am härtesten trifft
Laut Sam Bourgi, Analyst bei InvestorsObserver, ist das größte Problem bei der Schrumpfinflation, wie leicht man sie übersehen kann. Bourgi erklärte:
Für Haushalte mit geringem Einkommen, in denen jeder Dollar und jedes Gramm zählt, können sich diese subtilen Veränderungen schnell summieren.

Einige Marken bremsen endlich die Preiserhöhungen – aber freu dich nicht zu früh
Im Jahr 2026 gibt es eine leichte Verschiebung: Zum ersten Mal seit Jahren haben viele große Marken ihre Preiserhöhungen ausgesetzt.
Von 16 untersuchten Marken hielten neun ihre Preise zwischen 2025 und 2026 stabil.
Das heißt aber nicht, dass die Dinge billiger werden. Die Preise sind immer noch deutlich höher als 2020 – manche um bis zu 30 % – und die kleineren Packungsgrößen haben sich nicht wieder erholt.
Unterdessen treiben einige Marken die Preise noch weiter in die Höhe.
- M&M’s, ohnehin schon einer der größten Übeltäter, sind um weitere 6,7 % gestiegen
- Reese’s stieg allein im Jahr 2026 um 15 % und überschritt die 10-Dollar-Marke pro Beutel

Marken, die ihre Produkte nicht verkleinert haben
Nicht jedes Unternehmen hat auf Schrumpfinflation gesetzt.
Marken wie Ben & Jerry’s, Breyer’s und Häagen-Dazs haben ihre Preise in den letzten sechs Jahren zwar erhöht – doch ihre Preisanstiege (zwischen etwa 10 % und 17 %) hielten eher mit der Inflation Schritt, und vor allem blieben ihre Packungsgrößen gleich.
Laut Bourgi ist dieser Unterschied entscheidend.
Shrinkflation ist so konzipiert, dass du sie nicht bemerkst
Im Gegensatz zu einer Preiserhöhung, die offensichtlich ist, fällt eine etwas kleinere Packungsgröße viel schwerer auf – undgenau darum geht es.
Untersuchungen zeigen, dass Käufer weitaus empfindlicher auf Preisänderungen reagieren als auf Verkleinerungen – eine Verhaltenslücke, die viele Marken nun ausnutzen.
Das Bewusstsein variiert auch je nach Generation:
- Babyboomer: 70 % bemerken die Schrumpfinflation
- Millennials: 54 %
- Gen Z: 48 % (obwohl 80 % sagen, dass sie deswegen aufgehört haben, Produkte zu kaufen)

Fazit
Auch wenn die Preise scheinbar stabil geblieben sind, erzählt deine Lebensmittelrechnung eine andere Geschichte.
Zwischen höheren Preisen und kleineren Packungen zahlen die Amerikaner jedes Jahr still und leise Hunderte Dollar mehr – oft ohne es zu merken. Sieh dir den vollständigen Bericht an.
Brauchst du ein bisschen Hilfe bei deiner Lebensmittelrechnung? Dies ist derzeit der günstigste Supermarkt in NYC für New Yorker, um Lebensmittel einzukaufen.